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Was ist Ninjutsu?

Kurz gesagt, ist Ninjutsu eine über 1.500 Jahre alte japanische Kampfkunst, welche sich in den langen Kriegswirren des mittelalterlichen feudalen Japan entwickelt hat. Ninjutsu beschäftigt sich mit allen Aspekten des bewaffneten und unbewaffneten Kampfes. Wenn Sie genaue Informationen über unser Training möchten, finden Sie diese im Bereich Themen und Inhalte.

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Dr. Masaaki Hatsumi (34. Großmeister)

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Toshitsugu Takamatsu,sein Lehrer, der 33. Großmeister

Wichtig ist: Diese Berichte zeigen die Enstehungsgeschichte der verschiedenen Stile auf. Sie geben Infos darüber, wie früher trainiert wurde. Die darin enthaltenen Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Diese Stile haben sich größtenteils parallel zueinander in der japanischen Geschichte entwickelt. Mit der Zeit haben sich die einzelnen Großmeister-Titel auf einen kleineren Personenkreis konzentriert.

Togakure Ryu

Der Begründer der Togakure-Ryu war Daisuke Nishina. Er wurde im Jahre 1161 in einem kleinen Dorf mit Namen Togakure in der Nähe des Berges Hiei in der Präfektur von Shinano in eine Samurai-Familie hineingeboren. Daisuke studierte in seinen jungen Jahren in einem Tenda-Kloster auf dem Berg Hiei die Kunst des Shugendo, welche die Selbstreinigung durch Entbehrung und Härte verfolgt. Nachdem er in der Schlacht von Awaza no Kassian geschlagen wurde, war er gezwungen seine Heimat zu verlassen und in den Iga-Bergen Unterschlupf zu finden. Dort änderte er seinen Namen in Daisuke Togakure. Dort traf er auf Kagakure Doshi welcher der dritte Soke des Hakuun Ryu Ninjutsu war. Daisuke nahm die Hakuun Techniken mit in seine Shugendo-Praktiken auf und so war die Togakure-Ryu geboren. Shima Kosanta Minamota no Kanesada, ein sehr hochrangiger Samurai und Freund Daisukes, studierte auch die Kriegskunst unter Doshi und wurde später der zweite Soke des Togakure-Ryu. Shima's Sohn Goro Togakure, der dritte Soke, wird als die Person vermutet, die das Togakure-System in die Form von Ninjutsu brachte, wie es auch heute noch zu finden ist. Der Stil blieb in Familien-Obhut bis ungefähr zum Jahre 1625. Zu diesem Zeitpunkt starb die Togakure-Familie aus und die Toda-Familie übernahm den Stil. Nobutsuna Toda war der 24. Soke und brachte Kumogakure Ryu Techniken in das Togakure-System. Die Toda-Familie hatte auch die Gyokko-Ryu und Koto-Ryu. Fast 1000 Jahre nach der Gründung des Shugendo wurde der 33. Soke des Togakure-Ryu auf dem Berg Hiei zum Shugendo-Priester ordiniert. Dieser Priester war Toshitsuga Takamatsu.

Am Berg Hei-zan befindet sich das Enryakuji (Hauptquartier) des Tendai Klosters. So-o war dort ein Mönch, aber er verließ das Kloster, um drei Jahre lang in einer Höhle als Asket zu leben. In einem Traum hatte er die Eingebung, die Tendai-Shugendo-Sekte des Buddhismus zu begründen. Diese Mönche gibt es noch heute und sie sind immer noch im Kaihogyo (so wird eigentlich das Shugendo richtig genannt). Innmitten dieser Sekte wurde in einem kleinen Dorf mit dem Namen Togakure (heute Togakushi) in der Präfektur Nagano (nahe der Nagano-Gunma-ken Grenze) im Jyoshinsetsu National Park um ungefähr 1165 Daisuke Nishina geboren, ein Samurai. Und so wurde auch 750 Jahre danach der 33igste Soke dieser Ryu der Abt des Berges Hiei-zan.

Daisuke war auf der Verliererseite einer Schlacht, die um 1180 stattgefunden hatte und war somit gezwungen, in die Iga-Region zu fliehen. Dort traf er auf Kain Doshi (wahrscheinlich auch unter dem Namen Kagakure Doshi bekannt). Er nahm Doshi’s Kriegslehren zu seinem eigenen Shugendo-Wissen dazu und so begann sich die Togakure-Ryu zu entwickeln.Die Togakure-Ryu hatte niemals ein offizielles Gründungsdatum wie viele andere Kampfkünste. Es gab nur Daisuke und Shima, der zur selben Zeit lebte und mit Daisuke zusammen arbeitete. Goro Togakure wird offiziell als die Person angesehen, welche die Familie der Togakure in das Ninjutsu-System integrierte, welches wir heute noch erlernen.Von den ersten acht Generationen hatten fünf den Namen Togakure und so scheint es das es, wie in den meisten Kampfkunst-Traditionen es üblich war, vom Vater zum Sohn weiter gegeben wurde. Es scheint so, daß dies auch so bis ins 17. Jahrhundert so üblich war, aber so genau weiß das niemand. Als die Ursprungsfamilie ausstarb, übernahm der Toda-Clan die Tradition. Der 33. Großmeister (Soke, heißt soviel wie Familienoberhaupt), Takamatsu war der letzte der Toda-Linie. Interessanterweiße nannten sich der 11., 12. und 13. Soke nach ihren Heimatorten in Iga Ueno. Es war in dieser Zeit üblich, daß man nach den Orten benannt wurde, von denen man kam.

Der 2. Soke dieser Ryu, Shima Kosanta Minamoto No Kanesada war ein Samurai mit dem Rang eines Kosho, für einen der mächtigsten Samurai-Generäle Kiso Yoshinaka, welcher ein General in der Minamoto-Armee war. Die Minamoto sollten nach kurzer Zeit (1185) die ersten Shoguns werden. Als er 16 Jahre alt war, kämpfte Shima gegen die Taira-Familie, die Rivalen der Minamoto. Diese Schlacht fand in Awazu statt und Yoshinaka war auf der Verliererseite. Es wird vermutet, das Shima in dieser Schlacht verwundet wurde und in die gebirgigen Gegenden in der Nähe des Schlachfeldes floh. Shima tat dies jedoch nur auf Geiheiß von Yoshinaka. Kagakure Doshi, ein Ninja der Hakuun Ryu fand Shima und so flohen sie zusammen nach Iga. Kagakure war auch einer der Lehrer Daisuke Togakure, welcher später auch Shima unterrichtete. Die Hakuun Ryu des Ninjutsu wurde von Garyu Doji gegründet, wurde jedoch erst später von Hakuun Doji komplettiert, welcher dann auch der Ryu den Namen gab. Der 32. Soke der Togakure Ryu, Shinryuken Masamitsu Toda war auch ein Meister der Bikenshin Ryu und war der Schwert-Instructor für das Tokugawa Shogunat in der Mitte des 19. Jahrhunderts.


Gyokko Ryu

Das Gyokko Ryu liefert die Basis für das Togakure Ryu, Koto, Gikan, Shindan Fudo, Gyokushin, und Kumogakure.Es wird vermutet, daß diese Kunst aus China währende der T´ang-Dynastie (618 bis 907) nach Japan kam. Der erste Soke des Gyokko Ryu war Tozawa Hakuunsai während der Hogen Ära (1156 - 1159). Diese Schule wird in manchen Aufzeichnungen auch als Koshijutsu Shitojutsu Ninpo bezeichnet. Koshijutsu bedeutet soviel wie “den Gegner mit einem Finger niederschlagen”. Der Stil benutzt kraftvolle Blocks mit den Knöcheln der Faust, welche die Muskeln des Gegners zerstören. Es werden auch Techniken mit reißenden und stechenden Bewegungen benutzt, wie zum Beispiel der Boshi-Ken, ein Stoß mit der Daumenspitze. Das Gyokko-Ryu beeinhaltet sowohl Ringen, Hebel und Würfe, als auch Waffentechniken mit dem Sdchwert, Tanto (Messer) und Langstock (Bo).

Kuki Shinden Ryu Happo Hikenjutsu

Kuki Shinden Ryu Happo Hikenjutsu isft ein Stil für das Schlachtfeld, dessen Spezialität das Happo Hikenjutsu (eight ways of the hidden sword) war. Diese Schule hat verschiedenste Querverbindungen zu anderen noch heute existierenden Kampfstilen. Da gibt es zum Beispiel die Hontaiyoshin-ryu mit ihrem Soke Inoue, welche Kunishin-ryu Bojutsu-Techniken beinhaltet. Dann gibt es da das Aikido.... Ueshiba hat die Stock-Techniken des Kukishin erlernt. Wichtig: nicht das Bujinkan Kukischin(den). Es gibt auch eine Technik im Judo mit dem Namen “Hiza-Guruma”, welche der Judobegründer Jigoro Kano von Takamatsu-Sensei erlernt hatte. Es ist nicht klar, ob es eine der “Lieblingstechniken von Takamatsu-Sensei war, oder ob diese sogar eine Kukishinden-Technik ist.

Happo Hikenjutsu: Das Happo Hiken war von Zeit zu Zeit in seiner Zusammensetzung unterschiedlich (Es wurde in unserer Zeit von Hatsumi-Soke reorganisiert).

  • Taijutsu (Körperbewegung), Hichojutsu (Sprünge), Nawanage (Seilwerfen).
  • Karate (Unbewaffneter Nahkampf), Koppojutsu (Knochenbrechen), Jutaijutsu (Wurftechniken).
  • Sojutsu (Speerkampf), Naginatajutsu (Kampf mit der Hellebarde).
  • Bojutsu (Stockkampf, 180cm Stock), Jojutsu (Stockkampf, 120cm Stock), Hanbojutsu. (Stockkampf, 90cm Stock)
  • Senban Nage (Senban werfen), Tokenjutsu (Werfen von Wurfklingen), Shurikenjutsu (Werfen von Wurfsternen)
  • Kajutsu (Feuer und Explosivstoffe), Suijutsu. (Training im Wasser).
  • Chiku Jo (Burgenkunde und wir man in sie eindringt), Gunryaku Heiho (Militärische Taktik).
  • Onshinjutsu (Sich verstecken), Hensojutsu (Verkleidung)
  • Ken (Schwertkampf), Kodachi (Kampf mit kurzen Klingen), Jutte (Einsatz von Klingenbrechern bzw. Klingenfänger)
  • Gunryaku (Schlachtstrategien), Tenmon Chimon (Meteorologie).
  • Jojutsu (Stockkampf, 120cm Stock), Hanbojutsu.(Stockkampf, 90 cm Stock)
  • Rokushaku-bo (Stockkampf, 180cm Stock), Ma Ai. (Lehre vom richtigen Abstand).
  • Naginata (Kampf mit der Hellebarde), Bisento (Kampf mit der großen Hellebarde).
  • Kodachi, Juttejutsu.
  • Bajutsu (Reiten), Suijutsu (Wassertechniken).
  • Shuriken, Senbanjutsu.
  • Sojutsu (Speerkampf).
  • Gunryaku Heiho, Tenmon Chimon.
  • Jojutsu, Hanbojutsu.
  • Rokushaku-bo, Ma Ai.
  • Kodachi, Juttehutsu.
  • Shoto, Jutte.
  • Bajutsu, Suijutsu.
  • Shuriken, Senbanjutsu.
  • Onshinjutsu. (Techniken des Unsichtbar-seins)
  • Taijutsu, Kenpo. (Unbewaffneter Nahkampf und Schwertkampf)
  • Es gibt viele andere Äste des Kukishinden-ryu. Es ist nicht klar, wie viele es gibt, bzw. von wievielen Hatsumi Soke die Inka (Meister-Lizenz) besitzt. Im Bujinkan fallen sie alle unter den Namen Kukishinden-ryu, auch wenn es sich dabei zum Beispiel um Kukishin-ryu Dakentaijutsu handeln sollte. Hier ein paar Namen anderer Kukishinden-ryu´s: Kukishin Ryu, Kukishinden Hyoho, Kukishin Ryu Bojutsu, Kukishin Ryu Dakentaijutsu, Hon Tai Kukishin Ryu, Hon Tai Kukishin Chosui Ryu, Tatara Shinden Ryu, Shinden Tatara Ryu, Nakatomi Hyoho, Tenshin Hyoho Kukishin Ryu.

  • Shinden Fudo Ryu

    Der Begründer dieses Stiles war Izumo, der chinesisches Kempo-Boxen studiert hatte. Der zweite Soke, Minamoto Hachiman Tamenari, wird jedoch als der eigentliche Begründer angesehen, da er anscheinend die Techniken so zusammenbrachte, wie sie auch heute noch anzutreffen sind. Die Schule hat zwei Arten des Kampfes: Dakentaijutsu und Jutaijutsu, wobei es auch Künste wie Hojojutsu (Fesselung von Gefangenen mit einem Seil), Yari (Speer), Ono (Kriegs-Axt), O-Tsuchi (Kriegs-Hammer) and Naginata (Hellebarde) unterrichtet. Shinden Fudo Ryu benutzt die Prinzipien der Natur und so gibt es in dieser Schule keine Kampfstellungen. Takamatu's Großvater, Toda Shinryuken Masamitsu, war der 24. Soke des Shinden Fudo Ryu und ein Meister des Bikenshin Ryu und auch ein Schwert-Lehrer für das Tokugawa Shogunat. Das Shinden Fudo Ryu war der erste Stil des Ninpo, welchen Takamatsu erlernte.

    Diese Ryu stammt von Genpachiro Temeyoshi aus der Mitte des 12. Jahrhunderts ab. Es kann zum Kosshijutsu zurück verfolgt werden welches von Izumo Kanja Yoshitero (Hiden Ninja Submission) weitergegeben wurde. Es scheint jedoch nicht ein und die selbe Person zu sein, (der Izumo des Kukischinden-ryu), da die Lebensdaten voneinander abweichen.

    Die erste Grundlage ist das Wissen der Natur. Man trainiert und benutzt die Möglichkeiten der Natur, um den Körper zu kräftigen. Zunächst müssen die Hüfte und die Beine gekräftigt werden, dann die Fäuste. Nach den alten Lehren bedurfte es für das Training keines Dojos oder irgendwelchem Zubehör, sondern nur dessen, was die Natur bietet. So benutzte man zum Beispiel die elastischen Eigenschaften des Bambus, um die Körperbewegung für den Ganseki-Wurf zu kräftigen. Man verbessert seine Kraft, indem man solche Möglichkeiten entdeckt und benutzt. Es wird zum Beispiel der Stamm eines Baumes für die Kraft beim Do-Jime (Körperklammer mit den Beinen) benutzt, oder man nutzte verwitterte Bäume für das Schlagtraining. Während man durch einen Bambus-Hain läuft, endeckt und übt man die einzigartigen Kicktechniken des Shindenfudo-ryu. Man übt sich im Take-ori-Treten. Man läuft und kickt, ohne anzuhalten. Dann schlägt man nicht so zu, daß das Ziel sofort zerbricht, sondern nach und nach. Dann zieht man die Borke von den Bäumen. Das ist so ähnlich, wie wenn man menschliche Haut kratzt. Man packt und zieht oder packt und hält. Man benutzt dazu verrottete Bäume. Dieses Training erhöht die Kraft beim Würgen und beim Packen von Muskeln. (Das ist alles auf dem Shindenfudo-ryu-Video von Hatsumi-Sensei drauf!).

    Diese Schule ist spezialisiert auf Jujutsu und Iainuki (schnelles Schwertziehen). Das Katana in der Shindenfudo-ryu ist länger und schwerer als das übliche japanische Schwert, was es sehr schwer mancht, es schnell zu ziehen. Das Üben mit einem solchen Schwert erleichtert jedoch das schnelle Ziehen kürzerer Schwerter sehr! Am besten hält man ein solches Schwert in der "Wangetsu no kamae", bzw. ruhend auf dem linken Arm. Die Länge macht es leichter, den Gegner zu treffen. (Hatsumi: “Die besten Köche haben die längsten Messer!”).

    In den Schriftrollen steht geschrieben, daß Mizuhara Kuro Yoshinari, der Herrscher der Burg Mizuhara, von Minamoto no Yoshitsune während seiner Flucht aus der Hauptstadt begleitet wurde. Dieser war ein großer Meister des Iai (schnelles Ziehen und Schneiden). In den Schriften der Fudo-ryu wird vermutet, das er der Ursprung des Iai ist. (Shindenfudo-ryu-Video von Hatsumi-Soke).

    Kuden sagte das der Yari vom Tengu an Izumo gelehrt (dem Begründer) wurde, und diese Techniken sind auch heute noch geheim. Diese Schule benutzt verschiedene Typen des Yari (Speer), Ono (Kriegs-Axt), Oh-tsuchi (Kriegs-Hammer), un der Naginata (Hellebarde). Hojojutsu (Fesselungstechniken mit dem Seil) wurden auch gelehrt, um den Gegner festlegen zu können. (Paul Richardson's Book).

    Diese Schule benutzte verschiedene Spezial-Waffen: die Ono, große Kriegs-Äxte, die einen Gegner in Samurai-Rüstung praktisch zerschmettern konnten. O-tsuchi, die großen Kriegshämmer, wurden in aller Regel dazu benutzt, um durch Barrikaden oder Türen durchzubrechen. Die Naginata (Hellebarde) wurde auf dem Schlachtfeld gegen berittene Gegner benutzt. Das Hojo-jutsu, Fesselungstechniken, um Gefangene festzulegen und noch einige andere japanische Waffen.

    Takamatsu sensei begann sein Training mit Toda-Sensei im Alter von 7 Jahren und der erste Stil, den er beigebracht bekam, war das Shindenfudo-ryu. Shindenfudo-ryu ist vor allem für kleine oder schwache Personen geeignet (Doron Navon, Ninja magazine #17 page 10).

    In der Shindenfudo-ryu gibt es keine Kamae´s (Kampfstellungen). Die Shizen no Kamae wird als solche benutzt, da sie die “Natürliche Haltung” repräsentiert und keine feste Form hat. Ein Charakteristikum dieser Ryu ist die Art und Weise, die natürliche Körperhaltung als eine Defensiv-Haltung anzusehen. Die Taijutsu Kamae sind nur im Bereich des Jutaijutsu vorhanden.

    Wenn jemand geworfen wird so versucht dieser immer, auf seinen Füßen zu landen und nicht auf dem Rücken. In dieser Ryu war es nämlich üblich, das Daisho (Langschwert und Kurzschwert) mit sich zu führen und es währe gefährlich mit dem Rücken oder der Hüfte auf den Schwertern zu landen. Beim Training ist es das beste, überhaupt keine Schwerter zu tragen. Selbst mit Holzschwertern ist dies immernoch gefährlich. Man sagt, daß das eine Grundvoraussetzung für das tiefere Studium dieser Ryu es sei, einen Front-flip auf einem Finger auszuführen, und so zu zeigen, daß man völlige Körperbeherrschung hat. Als Takamatsu mit dem Training begann, wurde er lediglich asl Uke (Trainingspartner) benutzt. Toda-Sensei warf ihn ständig auf den Holzboden und dies über das gesamte erste Trainingsjahr hinweg. Erst nach diesem Jahr lernte er die Techniken der Shindenfudo-ryu.

    Das Shindenfudo-ruy Dakentaijutsu ist in drei Level strukturiert. Ten no Kata (Himmlische Form) enthält etwa acht Verteidigungs-Techniken gegen Situation des Packens-und-Schlagens und gegen Angriffe mit geraden Fauststößen.

    Chi no Kata (Irdische Form) lehrt acht Techniken aus Situationen mit Angreifern, die Sitzen oder Stehen, während der Verteidiger am Boden in Fudoza sitzt.

    Die Shizen Chigoku no Kata (geheime natürliche Formen der Hölle ?!) beeinhalten zwölf defensive und offensive Techniken.

    Im Bujinkan gibt es auch die sog. Jutaijutsu-Sektion. Hatsumi-Soke hat die Ryu jedoch bisher niemals so unterrichtet, als gäbe es zwei getrennte Sektionen. Er unterrichtet sie als Shindenfudo-ryu Jutaijutsu mit den Leveln: Shoden (vier Kamae und 16 Techniken), Chuden (mit 11 Techniken) und Okuden (mit acht Techniken).

    Das Gesetz des Dojo:

    Die nun folgenen Regeln oder Gesetze waren (angeblich) diejenigen, welche in Shinryuken Masamitsu Toda´s Dojo aufgelistet waren. Toda war ein Meister verschiedenster Ryuha (Stile). Takamatsu erbte sechs Stile von ihm und gab diese wiederum an Hatsumi-Soke weiter. Ob diese die “Shindenfudo-ryu-Regeln” sind, ist nicht sicher. Sie können auch aus jedem anderen Stil entstammen oder seine eigene Erfindung sein.

    • Zu wissen, daß Geduld zuerst kommt.
    • Zu wissen, daß der Pfad der Menschheit aus der Gerechtigkeit entstammt.
    • Der Habsucht, Trägheit und dem Starrsinn zu entsagen.
    • Die Traurikeit und Sorge als etwas natürliches zu erkennen und ein unbewegliches Herz anzustreben.
    • Nicht vom Pfad der Loyalität und brüderlichen Liebe abzuweichen und immer tiefer in das Herz des Budo vorzudringen.
  • -- Meiji 23 (1890) Frühling, Toda Shinryuken Masamitsu
    -- Showa 33 (1958) März, Takamatsu Toshitsugu Uou

  • Gyokushin Ryu

    Die Gyokushin Ryu ist dem Gyokko Ryu sehr ähnlich und es wird vermutet, daß dessen Begründer, Sasaki Goerman Teruyoshi, ursprünglich vom Gyokko Ryu kam. Ursprünglich wurde dieser Stil nur im Geheimen in den Provinzen Kishu und Takeda unterrichtet. Es kam irgendwann im 17. Jahrhundert mit Toda Nobutsuna und dem Togakure Ryu in Berührung. Das Gyokushin Ryu liefert viele Spionage-Kenntnisse und ist auch für sein Nagenwa bekannt (Lasso). Es wird auch vermtutet, daß Kano Jigero, der Begründer des heutigen Judo, die Gyokushin Ryu an der berühmten Kodokan-Schule unterrichtet haben soll.


    Koto Ryu

    Der Kampfstil hat sich wahrscheinlich in China entwickelt und wurde von Chan Busho nach Japan gebracht. Der Stil der heute jedoch unterrichtet wird, wurde von Sakagami Taro Kunishige im Jahre 1542 gegründet, der ein Soke des Gyokko Ryu Koshijutsu war. Das Koto Ryu System benutzt Koppojutsu (Angriff der Knochenstruktur des Menschen) und Kyusho (Druckpunkte) um den Kampf zu gewinnen. Das Koto Ryu ist auch für seine ungewöhnlichen Schwertkampf-Techniken bekannt. So gibt es zum Beispiel eine Stellung mit dem Namen Mangetsu no Kamae, bei dem das Schwert über dem Kopf gehalten wird und das Sonnenlicht in die Augen des Gegners reflektiert wird. Erst Toda Sakyo Ishinsai formte das Koto-ryu Koppojutsu als eine Ryu. Zwei Generationen zuvor wurde bereits von Sakagami Taro Kunishige der Stil organisiert.

    Sakagami Taro Kunishige wird als der erste Soke des Koto Ryu angesehen. Der zweite Soke sollte eigentlich Bando Kotaro Minamoto Masahide sein, der jedoch in einer Schlacht im Jahre 1542 ums Leben kam. An seiner Stelle wurde dann Sougyoku Kan Ritsushi, der auch der Soke der Gyokko-ryu war, zum Großmeister. Ab diesem Zeitpunkt wurden beide Stile unter dem Namen Gyokko-ryu von der gleichen Familie weitergegeben. Heute ist Masaaki Hatsumi der Soke beider Stile und so kann man beide Stile im Bujinkan-Budo-Taijutsu System finden. Der Unterschied zwischen der Gyokko-ryu und der Koto-ryu war der, das zweitere nur an die Person unterrichtet wurde, die auch der nächste Soke werden sollte.

    Der Name Koto-ryu bedeutet soviel wie “den Tiger niederschlagen” oder “einen Tiger mit den Fingern niederschlagen”. Die Techniken muten in ihrer Methode recht brutal an. Koppojutsu bedeutet die Knochenstruktur des Gegners anzugreifen. Die Besonderheit der Koto-ryu-Techniken ist die Distanz mit dem Angriff zu wahren und dann schnell nach vorne mit einem Schlag zu gehen und sofort und schnell wieder in eine sichere Distanz zurück zu kehren. Die Schläge werden dabei in einem exakten Winkel von 90° zu den Knochen des Angreifers ausgeführt, um maximalen Schaden anzurichten. Um dies zu erreichen, braucht es ein gutes Timing und Rhythmus in der defensiven Attacke, die oft mit Yoko-Aruki ausgeführt wird.

    Das Yoko-Aruki ist eine andere Spezialität dieses Stiles. Man läuft hierbei seitwärts, wobei sich die Beine überkreuzen. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Beinarbeit ist, das man auf den Fuß des Gegners steht um so seine Balance zu kontrollieren. Dabei läuft oder tritt man auf dies Spitze des Fußes (Toki).

    Es sei auch hier bemerkt, das die Start-Entfernung der Techniken sehr groß ist. Der Angreifer muß also einen sehr großen Schritt oder mehrere Schritte machen, um den Verteidiger zu erreichen. Dies zeigt ganz klar, daß die Koto-ryu für das Schlachtfeld oder allgemein für das freie Feld, und weniger für den Kampf innerhalb eines Hauses oder in beengten Verhältnissen, gedacht war.

    Der Koto-ryu-Kämpfer sollte hierbei genau zwischen die Augenbrauen des Angreifers schauen, so daß der Angreifer nicht seine Intentionen lesen kann. Der Angreifer wird also denken, er hätte Augenkontakt, was ihn allerdings auf eine eigentümliche Weise verwirrt.

    Das Metsubushi ist eine für das Koto-ryu typische Methode, den Angreifer zu blenden doer seine Augen direkt anzugreifen. Metsubushi konnten verschiedene Pulver sein, die dem Angreifer in die Augen geworfen oder geblasen wurden oder auch Licht-Reflektionen von Klingen oder anderen Metall-Oberflächen. Ein Beispiel: Wenn es regnete, erwartete der Koto-ryu-Kämpfer den Angriff in der Mangetsu no Kamae (ähnlich zur Hoko no Kamae, mit der Klinge in der linken Hand) und sammelte so Wasser im Hi des Schwertes (Blutlaufrinne entlang der Klinge) und schleuderte dann dieses Wasser in die Augen des Feindes bevor er mit dem Schwert zuschlug.

    Wegen des harten Charakters der Koto-ryu-Techniken benötigte man auch harte Disziplin, um den Körper abzuhärten. Takamatsu Toshitsugu (der frühere Soke, vor Hatsumi) begann mit seinem Koto-ryu-Training im Alter von neun Jahren und wurde mit 13 Jahren als Koto-ryu-Meister angesehen. In seiner Eigenbiographie schrieb er, daß er sehr harte Finger und Zehen bekam, da er Steine und Kies schlagen mußte, bis Blut unter den Finger- und Zehennägeln zum Vorschein trat. Als er älter war, bezeichnete er jedoch dieses Training als Unsinn.

    Shako Ken (Krallenhand) ist einer der Schläge, die im Koto-ryu benutzt wurden. Es gibt eine Geschichte über Takamatsu aus den 60´er Jahren, als er Koizume Shizuo, einen Journalisten des “Tokyo-Sport-Newspaper”, von der Wirkung dieser Schläge dadurch überzeugte, daß er durch die Rinde eines Baumes fünf Löcher mit einem Shako-Ken-Fingerschlag schlug.

    Das Koto-ryu hat auch einige recht ungewöhnliche Arten, das japanische Schwert zu führen. Das Koto-ryu ist eine der wenigen Stile, bei denen der Griff des Schwertes auch “verkehrt” herum gegriffen wird: Hier liegt die linke Hand näher an der Tsuba (das Stichblatt des Schwertes, als Handschutz gedacht) und nicht, wie sonst üblich, die Rechte. Daraus ergeben sich viele Wege, dasß Schwert zu halten und zu führen und so den Angreifer total zu verwirren. So konnte der Angreifer vom Koto-ryu-Kämpfer denken, daß er ein Amateur sei und so ein leichter Gegner sei.....

    Rein technisch gesehen, ergänzen sich die Gyokko-Ryu und die Koto-ryu perfect und ergeben zusammen genommen ein gutes Nahkampf-System. Aber man sollte sich trotzdem im Klaren sein, daß beide Ryu ihre eigenen Methoden und Techniken des Bewegens haben. Zusammen ergeben sich daraus viele Variations-Möglichkeiten.

    Wenn wir in der Geschichte zurück gehen, finden wir einige berühmte Ninja, die beide Stile erlernt hatten. Einer der bekanntesten Ninja war Sandayu Momochi, welcher einer der Anführer im Ryugu-Sanbonmatsu-Dorf war und einer der Verteidiger gegen die Invasion von Oda Nobunaga ´ü(weiter Infos ber Oda Nobunaga) im Jahre 1582. Er war der Soke beider Stile.

    Einer von Sandayu Momochi´s Schülern war Ishikawa Goemon, welcher in Japan als eine Art japanischer Robin Hood berühmt wurde. Er versuchte außerdem Hideyoshi Toyotomi (er war Nobunaga´s führender General und Nachfolger, Nobunaga gilt allgemein als Tyrann!) zu ermorden. Doch er wurde gefangen genommen und in kochendes Öl geworfen. Manche Quellen sagen, daß er es irgendwie geschaft hätte, zu entkommen, doch das gilt als recht unwahrscheinlich.

    Die Grundbewegungen beinhalten große übertriebene Blockbewegungen, wie z.B. die Ichimonji in der Kihon-Happo. Charakteristisch für das Koto-ryu Koppojutsu ist das Yoko Aruki (Seitwärtsgehen mit überkreuzten Beinen), das auf den Fuß stehen. Die Augen schauen genau zwischen die Augenbrauen des Gegners. Auf diese Weise fühlt er die Aufmerksamkeit des Kämpfers nicht so leicht. “Die Augen sind alles!”, ist ein typischer Spruch aus den Densho´s (Schriftrollen). Die Kampfstellungen mit dem Schwert (und anderen Waffen?) sind ziemlich einzigartig: meist führt der linke Fuß und die linke Hand liegt direkt an der Tsuba (Stichblatt des Schwertes).

    Es gibt verschiedene Trainings-Level, wie folgt:

    • · Kurai Tori Kamae - 5 Basis-Kamae
    • · Shoden no Kata - 18 Basis-Techniken
    • · Chuden no Kata - 12 Basis-Techniken
    • · Okuden no Kata - 12 Basis-Techniken
    • · Hekuto no Kata - 8 Basis-Techniken
  • Kyusho des Koto-ryu
  • Die Schwachpunkte des menschlichen Körpers!

    Um einen Kyusho-Punkt richtig zu schlagen, benötigt viel Training! Es reicht nicht wirklich aus, nur ungefähr zu wissen, wo diese am Körper liegen. Es gibt eine Reihe von Faktoren, die berücksichtigt werden müssen:

    • · Die meisten Kyusho-Punkte sind recht klein und schwierig zu finden. Man kann sie nicht einfach in Zentimeter ausmessen, den jeder Körper ist anders. Die Punkte sind oft mit den Akupunktur-Punkten identisch.
    • · Ähnlich wie in der Akupunktur müssen diese Punkte in einem spezifischen Winkel getroffen werden, um effektiv zu sein.
    • · Es muß der momentane Gesundheitszustand des Gegners eingerechnet werden, um zu wissen, welcher Kyusho schwach oder stark ist.
  • Ein perfekter Schlag auf einen Kyusho erzeugt beim Gegner lediglich großen Schmerz. Dies gibt einem Kämpfer einen zeitlichen Vorteil, um mit der eigentlichen Technik weiter zu arbeiten. Es hat auch viel mit dem sog. 6. Sinn zu tun! Manchmal kommt es im Training vor, daß der Trainingspartner von einem Übenden verlangt, diesen oder jenen Punkt nicht mehr zu Schlagen, da er sehr weh tut! Man wußte nicht, daß er dort besonders empfindlich war, oder man war sich dessen nicht bewußt. War das nun Zufall, daß man gerade diesen Punkt ausgewählt hat? Oder vielleicht wußte man einfach unterbewußt, daß gerade dieser Punkt eine große Wirkung zeigen würde? Durch richtiges Training ist es möglich, unterbewußt zu wissen, welchen Punkt man schlagen muß! Nur diese Punkte reicht nicht aus, man muß auch lernen, sie richtig zu nutzen.

  • Gikan Ryu

    Die Gikan Ryu wurde von Uryu Gikanbo, einem Daimyo (Fürsten) in der Provinz Kawachi no Kuni begründet. Dieser Stil liefert viele spezielle Kicks, Schläge und Würfe, die ausschließlich mündlich überliefert wurden. Sie wurden nie irgendwie aufgezeichnet. Das Gikan Ryu benutzt natürliche Körperbewegungen.


    Takagi Yoshin Ryu

    Diese Schule geht auf Takagi Oriuemon Shigenobu zurück. Takagi Oriuemon war der Leitende Fechtlehrer auf der Burg Shiraishi in Oshu (heute die Region Tohoku), welcher die Stile des Takeuchi Ryu Jujutsu, Yoshin Ryu Kodachi, und Kenko Ryu Sojutsu gemeistert hatte. Takagi Oriuemon hat auch die Hontai Yoshin Ryu begründet und beide Stile können über 18 Generationen zurückverfolgt werden. Takagi Yoshin Ryu spezialisiert sich auf das Ringen und Werfen. Andere Techniken beschäftigen sich mit dem Bojutsu und es gibt auch eine starke Verbindung mit dem Jujitsu.

    Grundlegende Ju-Taijutsu Prinzipien:

    • · Block und Schläge auf exakt den selben Kyusho.
    • · Verwendet Schläge auf verschiedenste Kyusho-Punkte.
    • · Benutzt oft Kiai. Vokale ("a", "o", "e", "i", "u") bei defensiven Techniken wie Blocken, un Konsonanten ("ka", "ta" "to" etc.) beim Schlagen oder Kicken.
    • · Würfen werden oft dadurch ausgeführt, daß man auf die Knie runtergeht, um das Körpergewicht besser nutzen zu können.
    • · Kicks zu den Beinen des Angreifers.
    • · Nyuken ist der Name bei dieser Schule für den Fudoken.
    • · Man schaut in die Augen des Gegners, um seine Intentionen wahrnehmen zu können.
  • Die Kyusho im Takagi Yoshin Ryu sind bekannt als Kirigami Yurushi, und waren nur der erste Schritt, die Kyusho zu erlernen. Es ist wichtig, sich der Beziehung zwischen Schlag, Waffe und der Natur bewußt zu sein, wenn man man einen Kyusho-Punkt schlägt. Im Kirigami Yurushi gibt es mehr als 30 grundlegende Kyusho.
  • Wenn die Techniken angewendet werden, macht man es dem Gegner so schwer wie nur möglich, sich deren durch Fallen oder Rollen zu entziehen. Die Techniken bei diesem Stil des Jujutsu kommt vom Kampf in engen Burg-Korridoren oder privaten Gebäuden, im Gegensatz zu Stilen die für den Kampf auf dem offenen Felde oder auf Straßen gedacht waren. Es gibt keine großen Würfe oder Take-Down´s. Der Gegner wird eng an den Körper gebracht und direkt nach unten geworfen, anstelle ihn von sich weg zu werfen. Es ist wichtig, die gegnerische Kraft und Balance gegen ihn einzusetzen. Diese Schule benutzt manchemal eine Technik mit dem Namen Rensa Sankaku (“Drei Stöcke”), eine Bewegung welche gegen einen Schwertangreifer benutzt wird.

    Takagi Yoshin Ryu wurde zeitweise auch als "Bodyguard-schule," benutzt. Vor allem das Jujutsu ohne Waffen war hierbei sehr wichtig gegen Gegner mit oder ohne Waffe. Früher war es nicht erlaubt, ein Katana innerhalb einer Burg oder eines Hauses zu tragen. Den Bodyguards war es jedoch manchmal erlaubt, ein Kurzschwert (Kodachi) zu tragen.

    Wenn man an der Jacke gepackt wird, legt man die Handfläche auf die Hand des Gegners und deckt diese so ab. Diese Taktik wird oft in anderen Bujinkan-Schulen benutzt. Aber im Takagi Yoshin Ryu wurde die Hand oft gepackt, wobei der Daumen Druck auf den Handrücken des Gegners oder gegen seinen kleinen Finger ausübte.

    Eine andere Charakteristik des Takagi Yoshin Ryu ist es, den Gegner am Boden mit 2-3 Kyosho´s zu kontrollieren, während der Verteidiger über ihm steht. Der Grund dafür war, so auf einen möglichen nächsten Gegner möglichst schnell reagieren zu können.

    Dies sind die Training-Level des Tagagiyoshin-ryu

    Shoden no Kata - 14 grundlegende Jujutsu Techniken.

    Chuden no Sabaki Gata - 10 leicht fortgeschrittene Jujutsu Techniken.

    Chuden no Tai no Kata - 15 leicht fortgeschrittene Jujutsu Techniken..

    Okuden Gata - 15 fortgeschrittene Jujutsu-Techniken.

    Eri Shime Gata - 8 Jujutsu Techniken (Shime=Würgen).

    Moguri Gata - 11 Jujutsu techniques (Moguri=nach unten gehen, abtauchen, sich klein machen).

    Daisho Sabaki Gata - 14 Jujutsu Techniken, bei denen beide Kämpfer ein Schwert haben..

    Muto Dori Gata - 14 Jujutsu Techniken, bei den nur der Angreifer ein Schwert hat, der Verteidiger ist unbewaffnet..


    Kumogakure Ryu

    Das Kumogakure Ryu wurde möglicherweise im 17. Jahrhundert von der Toda-Familie als rein strategischer Stil entwickelt. Diese Schule ist bekannt für ihre Dämonen-Masken um den Gegner Angst einzujagen. Diese Schule beeinhaltet unter anderem auch den Umgang mit dem Kamayari, einer Art Speer mit Haken. Der Haken wurde benutzt, um die Klinge des Gegners zu fangen und zu brechen. Das Kumogarkue Ryu liefert auch viel Wissen über das Überleben in freier Natur.

    Das “Ninja no hachimon” war etwas, womit jeder Ninja vertraut sein mußte. Es ist also nicht spezifisch für das Kumogakure-ryu, sondern für alle Ninpo-ryuha.

    • Ninja no Kiai - (Benutzung der Stimme)
    • Ninja no Taijutsu - (Koshijutsu/Koppojutsu)
    • Ninja no Ken - (Ninja Schwertkampf)
    • Ninja no Yari - (Ninja Speerkampf)
    • Shurikenjutsu - (Wurfklingen)
    • Kajutsu - Feuer, Rauch, Explosivstoffe)
    • Kyomon - (Beobachtung)
    • Yugei - (Schöne Künste: Teezeremonie, Gesang,....)
  • Grundsätzlich wird angenommen, daß da Kumogakure-ryu Taijutsu das gleiche ist, wie das Togakure-ryu. Beim Taikai 1997 in den USA, zeigte Hatsumi-Soke, die Beinarbeit, welche typisch für das Kumogakure-ryu-Taijutsu ist. Die Beinbewegungen waren vor allem für Frauen im Kimono, welcher ja keine großen Schritte zuläßt, gedacht. Die Kumogakure-Ryu beeinhaltet wahrscheinlich einige Techniken für Frauen im Kimono, welcher eine Vielzahl von Versteckmöglichkeiten für Waffen bietet. Schritte werden in diesem Stil so ausgeführt, daß die Knie stets eng aneinander bleiben. Dies macht es dem Gegner zum Beispiel auch sehr schwer, den Unterleib zu treten.
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